DDG-Medienpreis: Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen!

Gestern hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Rahmen ihrer Herbsttagung die DDG- Medienpreise 2018 verliehen. Und unter den drei Kolleginnen und einem Kollegen, die mit den Preisen in den Kategorien Print, Hörfunk, TV und Online geehrt wurde, tauchten doch glatt ein paar bekannte Gesichter auf!

So prämierte die DDG in der Kategorie Print ein mehr als 30-seitiges Themenspezial von Eileen Stiller in Ausgabe 3.2017 des Focus Diabetes. In dem klasse umgesetzten Beitrag geht es um moderne Diabetesmedikamente: Für wen kommen welche Medikamente infrage? Wie wirken sie? Welche Nebenwirkungen kann es geben? Was muss der Patient bei der Einnahme beachten? Trotz der Fülle an fachlich fundierten Informationen ist das Themenspezial weit entfernt davon, wie ein trockener Lexikonartikel daher zu kommen – denn wie beim Focus Diabetes üblich wurden viele lebendige Porträts, anschauliche grafische Visualisierungen und zahlreiche Expertenzitate eingebunden. Das Themenspezial stammt fast gänzlich aus der Feder von Eileen Stiller, die als Redaktionsleiterin bei Focus Diabetes auch immer meine erste Ansprechpartnerin ist, wenn ich Themenideen dort einbringen möchte. Und zu einem klitzekleinen Teil war auch ich an dem prämierten Themenspezial beteiligt: Von mir stammt das darin enthaltene Interview „Keine Angst vor dem Spritzen“ mit dem Diabetologen Dr. Michael Hummel vom Institut für Diabetesforschung des Helmholtz Zentrums München, das Menschen mit Typ-2-Diabetes ermutigen soll, eine notwendige Umstellung auf Insulin nicht als Niederlage oder gar ersten Sargnagel, sondern als Verbesserung ihrer bisherigen Therapie aufzufassen. Da ist dann auch bei mir die Freude groß! Und natürlich beglückwünsche ich Eileen auch auf diesem Wege ganz herzlich zu ihrem verdienten Preis.

Den Preis in der Kategorie Online vergab die DDG an die Video-Journalistin Ana-Marija Bilandzija für ihren auf Zeit Online veröffentlichten Beitrag „Nach der Diät ins Koma“, der am 4. April 2018 veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um einen Filmbeitrag, in dem über eine Essstörung bei Menschen mit Typ-1-Diabetes aufgeklärt wird: Diabulimie. Die DDG drückt es in ihrer Laudatio so aus: „Die Filmerin porträtiert eine junge Frau, die sich absichtlich zu wenig Insulin spritzte, um abzunehmen, und die dann schließlich in ein lebensbedrohliches Koma fiel. Die Protagonistin berichtet über die psychischen Probleme, die mit der Erkrankung einhergingen, und wie und mit welchen Mitteln sie heute versucht, die Essstörung in den Griff zu bekommen.“ Wer neben sich ebenso wie ich in der Diabetes-Community tummelt, der weiß wahrscheinlich schon, um wen es da geht: Lisa Schütte. Ich freue mich riesig, dass es Lisa auf diesem Wege noch einmal mehr gelungen ist, auf das Thema Diabulimie hinzuweisen und auch Menschen außerhalb der Diabetes-Filterblase für diese gefährliche Essstörung zu sensibilisieren.

Die beiden anderen prämierten Beiträge kannte ich bis dato noch nicht, doch ich will sie natürlich trotzdem hier erwähnen. So erhielt die Hörfunk-Journalistin Ingeborg Hain ihren DDG-Medienpreis für einen am 20. März 2018 auf Bayern 3 gesendeten Beitrag „Metabolisches Syndrom – Ein gefährliches Quartett bei Kindern und Jugendlichen„. Darin beleuchtet sie, was Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- und Fettstoffwechselwerte für betroffene Kinder und Teenager sowie ihre Eltern bedeuten – und welche Therapieansätze es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen gibt.

Um verschiedene Methoden der Glukosemessung geht es in dem fünfminütigen Fernsehbeitrag des TV-Journalisten Markus Böhle, den die Jury als besten Beitrag in der Kategorie Fernsehen auszeichnet. Der Autor geht darin der Frage nach, wie Blutzuckermessen im Alltag funktioniert. Wie das geht und welche Alternativen es gibt, zeigt Böhle in dem für die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ (gesendet am 14. November 2017) erstellten Film Glukosemessung am Beispiel von drei Menschen mit Diabetes.

Die DDG erklärte anlässlich der Preisverleihung, sie habe als medizinische Fachgesellschaft „ein großes Interesse daran, dass zum Wohle der Patienten neue aktuelle Forschungsergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes mellitus in die breite Öffentlichkeit getragen werden“. Dieses Interesse habe ich persönlich auch – zusätzlich verbunden mit dem Wunsch, einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu zeigen, was die Diagnose Diabetes für die Betroffenen im Alltag bedeutet, wie es sich damit lebt, liebt, arbeitet und herumwurschtelt. In diesem Sinne möchte auch ich allen Preisträgerinnen (sorry, Markus, du bist nun mal der einzige Mann in der Runde und bist deshalb hier einfach mitgemeint) herzlich danken, dass sie mit ihren prämierten Texten, Filmen und Hörfunkbeiträgen einen Beitrag zu mehr Aufklärung und damit auch Verständnis für Menschen mit Diabetes geleistet haben.

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