Ehrenamt, Diabetes, Berufspolitik, Hygiene, Selbstverwaltung, Podcasts: Mein Rückblick auf 2025

Für dieses Jahr sind meine beruflichen Aufgaben im Wesentlichen abgearbeitet, und ich freue mich auf eine kleine Auszeit um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel. Eine gute Gelegenheit, einmal zurückzublicken auf spannende Projekte, die mich 2025 von Kongressberichterstattung über Buchprojekt, redaktionelle Mitarbeit an diversen Fachmedien bis hin zur Podcast-Moderation journalistisch beschäftigt haben.

Mein Jahr begann mit einem großen ehrenamtlichen Projekt: Für das Willkommensteam für Flüchtlinge Elmshorn e. V., das im März seinen zehnten Geburtstag feierte, erstellte ich eine 40-seitige Festschrift. Sie fasst die bewegte Geschichte des Vereins von der Gründung mitten in der sogenannten Flüchtlingswelle 2015 bis in die heutige Zeit zusammen. Ein ziemlicher Kraftakt, zumal neben meiner eigentlichen (Erwerbs)Arbeit. Aber das Ergebnis führte mir einmal mehr vor Augen, was für wichtige Arbeit wir als Willkommensteam seit zehn Jahren leisten.

Im Auftrag der Aesculap Akademie der Firma B.Braun durfte ich im Februar bereits zum zweiten Mal das Forum Hygiene in Berlin journalistisch begleiten, mein Veranstaltaungsbericht wurde für die interne Kommunikation genutzt. Es ging um neueste Erkenntnisse aus der Krankenhaushygiene, Antibiotika-Surveillance und unnötige Umweltbelastungen durch falsch verstandene Hygiene. Was mir besonders eindrücklich im Gedächtnis geblieben ist: Auch auf dem Gebiet der Hygiene sind eingefahrene Gewohnheiten allzu oft stärker als wissenschaftliche Evidenz…

Im Frühjahr 2025 hielt mich außerdem die Arbeit an der Neuauflage der AGP-Fibel (MedTriX-Verlag) auf Trab. Welche neuen Erkenntnisse gibt es zum Stellenwert der kontinuierlichen Glukosemessung bei Menschen mit Diabetes? Und wie lassen sie sich in den diabetologischen Alltag überführen? Meine Aufgabe war es, die Redaktion beim Projektmanagement zu unterstützen, die eingehenden Texte der Fachautor*innen zu sortieren und zu redigieren sowie einzelne Kapitel zu ergänzen. Das Ergebnis ist ein aktuelles und nützliches Tool für Diabetesteams, aber auch für Menschen mit Diabetes, die ihre Glukosedaten besser verstehen und ihre Therapie erfolgreich anpassen möchten.

Parallel dazu lief natürlich meine kontinuierliche redaktionelle Mitarbeit bei der Diabetes Zeitung und gelegentlich auch bei der Medical Tribune (beide MedTriX-Verlag) weiter. Besonders spannend fand ich dabei die Arbeit an einem Artikel über die Folgen einer Marktbereinigung beim Insulinhersteller Novo Nordisk. Für eine kleine Minderheit von Menschen mit Typ-1-Diabetes, die sportlich aktiv sind und deshalb keine Insulinpumpe tragen können oder möchten, ist das Ende des Basalinsulins Levemir nämlich keine gute Nachricht. Erschienen ist mein Beitrag in Ausgabe 1.2025 der Diabetes Zeitung, eine Langfassung habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht. Aber auch die Recherche für einen Beitrag zur psychotherapeutischen Versorgung von Geflüchteten hat mich – insbesondere vor dem Hintergrund etlicher Gewalttaten durch psychisch kranke Menschen – sehr beschäftigt.

Gefreut habe ich mich, dass ich 2025 meine redaktionelle Mitarbeit bei den Medien des Ärzteverbandes MEDI Baden-Württemberg ausbauen konnte. Im Verlauf des Jahres erschienen eine ganze Reihe von Blogbeiträgen mit Porträts verschiedener MEDI-Akteur*innen, zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen und zu neuen Versorgungskonzepten im Südwesten. Ab Mitte des Jahres war ich dann vorrangig für die MEDI Times im Einsatz, die viermal jährlich als Printmagazin und E-Paper erscheint.

Im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) habe ich 2025 unter anderem über die Wanderausstellung „Systemerkrankung“ berichtet, die sich mit der leider in vielen Punkten unrühmlichen Rolle der Ärzteschaft und ihrer Selbstverwaltung während des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Mein Bericht über die Ausstellungseröffnung in Hamburg erschien im Hamburger Ärzteblatt.

Doch es sind 2025 nicht nur Texte, sondern auch Podcasts entstanden: Gemeinsam mit dem Audio Engineer Andreas Gensch, der sich auf Corporate Podcasts spezialisiert hat, habe ich im Auftrag verschiedener Pharmafirmen eine Reihe von Expertengesprächen (z. B. zur maternalen Impfung zum Schutz vor RSV) aufgezeichnet, bei denen ich das Script erstellt und die Moderation übernommen habe. Zu anderen Projekten habe ich auf Basis des inhaltlichen Briefings das Script beigesteuert. Podcast-Produktionen sind für mich immer eine willkommene Abwechslung vom Schreib-Alltag – und erinnern mich ein wenig an meinen kurzen Ausflug in den Radiojournalismus im Rahmen eines Praktikums.

Für das Deutsche Ärzteblatt sowie verschiedene Medien des MedTriX- und Thieme-Verlags erstellte ich auch in diesem Jahr etliche Sonderpublikationen im Auftrag von Unternehmen aus der Pharma- und Medizintechnikbranche. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Zwölfseiter zum Stellenwert der CGM in der personalisierten Diabetestherapie, der Anfang 2025 in der Reihe „Therapie Aktuell“ des Deutschen Ärzteblatts erschienen ist. Leider sind Aufträge dieser Art seit etwa Mitte des Jahres spürbar weniger geworden. Es wird gemunkelt, die Trump’sche Zollpolitik sei mit dafür verantwortlich, dass die Konzerne im Medizinsektor ihre Marketing-Budgets zurückhaltender kalkulieren als in der Vergangenheit.

Ich bin gespannt, wie sich die Auftragslage im neuen Jahr entwickeln wird, doch ich sehe 2026 prinzipiell zuversichtlich entgegen und freue mich auf neue spannende Projekte – vielleicht ja auch mit Ihnen bzw. euch!

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